Ist Bitcoin eine Blase?
Bitcoin ist 8-mal um über 50 % gefallen und hat nach 7 davon ein neues Allzeithoch erreicht. Die Seite prüft über 16 Jahre eigener Daten fünf Merkmale, an denen sich Bitcoin von einer einmaligen Spekulationsblase wie der Tulpenmanie 1637 unterscheiden lässt.
1 · Einbrüche und Erholungen
Der Chart zeigt für jeden Tag, wie weit Bitcoin unter seinem bis dahin höchsten Kurs lag. Es gab tiefe Einbrüche, der größte mit 93 %. Nach 7 von 8 Einbrüchen über 50 % folgte ein neues Allzeithoch.
2 · Die 4-Jahre-Regel
Der Chart zeigt über alle möglichen Kauftage die schlechteste Rendite nach 1, 2, 3 und 4 Jahren. Über 4 Jahre endete in den bisherigen Daten kein Zeitraum im Minus; der schlechteste Einstieg lag bei +31 %.
Balken = schlechtestmögliche Rendite für diesen Haltezeitraum, über alle Kauftage.
3 · Sinkende Volatilität
Die annualisierte Schwankung pro Jahr ist seit den Anfangsjahren von rund 159 % auf etwa 46 % gesunken.
4 · Ein Trend über 16 Jahre
Auf einer logarithmischen Skala folgt der Kurs über 16 Jahre eng einer geraden Linie (Potenzgesetz, Bestimmtheitsmaß R² = 0,96). Das beschreibt die Vergangenheit und ist keine Kursprognose.
5 · Proof of Work und Netzwerksicherheit
Hinter jedem Bitcoin-Block steckt reale, messbare Rechenarbeit; daher der Name "Proof of Work". Diese Arbeit (die "Difficulty") ist seit 2009 von 1 auf heute rund 133 Billionen gestiegen. Mit ihr ist der Aufwand gestiegen, das Netzwerk anzugreifen.
Das Fazit
Methodik & Daten
Häufige Fragen
01Ist Bitcoin eine Blase wie die Tulpenmanie?
Die Tulpenpreise fielen 1637 und erholten sich nie. Bitcoin ist seit 2010 8-mal um über 50 % eingebrochen und hat nach 7 dieser Einbrüche ein neues Allzeithoch erreicht; der größte Rückgang betrug 93 %.
02Hat man mit Bitcoin je über einen langen Zeitraum verloren?
Nein. In den Daten seit 2010 endete kein 4-Jahres-Zeitraum im Minus; der schlechteste Einstieg lag nach 4 Jahren bei +31 %. Das beschreibt die Vergangenheit und sagt nichts über künftige Zeiträume.
03Wird Bitcoin nicht immer volatiler?
Nein. Die annualisierte Volatilität ist von rund 159 % in den Anfangsjahren auf etwa 46 % gesunken. Das spricht für einen reiferen Markt.
04Was ist "Proof of Work" und warum ist es relevant?
Das Bitcoin-Netzwerk wird aktuell mit rund 955 Exahash pro Sekunde abgesichert, also mit realer, messbarer Rechenarbeit und Energie. Ein 51-%-Angriff würde grob $141 Mio pro Stunde kosten. Diese Kennzahl beschreibt die Sicherheit des Netzwerks, nicht die Bewertung des Kurses.